Wir schauen nur nach vorn

nachvorneschauen

Jahresrückblicke sind mir zuwider.

Jedes Jahr ärgere ich mich aufs Neue, wenn drei Wochen vor dem Jahresende in Zeitschriften und anderen Medien ständig Rückblicke zu lesen sind. Sind die Gedächtnisse so schwach, dass die Menschen sich an die Ereignisse des vergangen Jahres nicht erinnern können? Müssen da die Medien jetzt schon nachhelfen? Oder gibt es keine spannenden aktuellen Themen? zB Wien Floridsdorf: Mann mit Böller im Arsch in der Ichagasse gefunden. Tathund immer noch flüchtig.

Ich schaue gerne nach vorne und nicht zurück. Damit bin ich sicher nicht alleine. Zumindest weiß ich noch eine zweite Person, die das genauso sieht wie ich. Warum ich das weiß?

Diese Geschichte hat mit Jahreswechsel grundsätzlich gar nichts zu tun.

Es begab sich vor ca. 10 Jahren. Meine liebste Freundin Susi und mein damals noch ziemlich frisch geborenes Patenkind Nina waren auf Kurzerholung im berühmt berüchtigten Kogl im Burgenland. Meine Eltern urlaubten zwischenzeitlich wo anders – ich vermute es war Südtirol. Wir Mädels hatten also sturmfrei. Susi hatte grade abgestillt. Southern Comfort ging also schon wieder. Die meiste Zeit verbrachten wir draußen an der frischen Luft im Stadl. Die Tür war offen und wir bekamen abwechselnd Herrenbesuche skurrilster Art. Das war zeitweilig sehr unterhaltsam, aber irgendwann war das Ruhebedürfnis größer und wir sperrten die Bude zu, plauderten weiter und ließen den schönen Nachmittag ausklingen.

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Postscript or afterword to “Danny Chicago’s Blues Garage“, Radio Orange 94,0 on December 4, 2014

afterword

Danny Chicago asked me some questions I had never thought about before. For me it makes no sense to think about these kind of things. I always try to be realistic. Of course I also dream of things like playing at the Royal Albert Hall or other big things, but not of such absolutely unrealistic ideas like having musicians in my band who have passed away.

The questions that came up during the radio show surprised me and somehow knocked my brain out, preventing me from giving any substantial answers. Of course, being on a radio show makes one feel excited. That’s fine. But some of the questions I was asked have been bugging me since the show was over.That’s why I will write down the answers for you, and for myself. Just to be on the safe side next time.

Which books have you recently loaded on your iPad?

It‘s a real shame to not know that. If you are still interested in which books are on my waiting list, apart from the biography of Peggy Lee, here they are:

  • Huey Piano Smith and the Rockin Pneumonia Blues (John Wirt)
  • Norman Granz: The man who used Jazz for Justice (Ted Hershorn)
  • Record Makers and Record Breakers – Voices of the Independent Rock’n’Roll Pioneers (John Broven)
  • Sing, Sing, Sing – A Story (John A. Simpson)
  • Stan Kenton – This is an Orchestra (Michael Sparke)

So that’s what I’ll be reading while lying on a beach in Kerala in January. At least some of it.

Who would you like to have coffee with?

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Train arrives …

trainarrives

Endlich wieder kurz Zeit für ein Zwischengeblöke.

Erstmals führt mich das Greisslerinnendasein nach Salzburg. Da ich in letzter Zeit ohnehin bereits aus dem letzten Loch blöke, ist das eine willkommene Abwechslung und gibt mir ein wenig Zeit diese Zeilen zu schreiben und ein wenig zu reflektieren.

Quasi nahtlos nach dem kurzen, aber intensiven Dänemarkaufenthalt im Sommer ging es schlag auf Schlag. Die Projekte flutschen über die Budel wie die heißen Leberkässemmerln.

Im Detail kann ich euch nicht von den Projekten erzählen. Noch nicht. Aber es handelt sich durchwegs um spannende Tätigkeiten für die Projektgreisslerei. Von der Projektkoordination der Ausstellung „Vienna for Art’s Sake !“ im Winterpalais des Belvedere für Peter Noever, über die Betreuung eines Websiterelaunches (diesem verdanke ich den Weg nach Salzburg) bishin zur Entwicklung eines Corporate Designs in bewährter Zusammenarbeit mit dem Werbeknecht, ist für Abwechslung gesorgt. Darüberhinaus konnte ich verstärkt beim Relaunch der mehr.wert.marketing Website der mitwirken. Das Ergebnis könnt ihr bereits unter www.mehrwertmarketing.at sehen.

Tja und dann gibt es da noch die Schäfinnen. Seit Anfang Oktober greife ich den Schäfinnen der Lehrlingsexperten  bei allerlei Tätigkeiten fix unter die Arme. Waren die beiden bisher auf der Weide auf sich alleingestellt, bin ich sozusagen das Lämmchen in der Herde.

Es ist somit alles andere als langweilig in der Greisslerei.

Gepaart mit der musikalischen Planung für Jump The Curb 2015 – wir kommen ins 5. Bandjubiläumsjahr – ist das ein ordentliches und schönes Pensum. Notiz an mich: Wohlfühlzeiten nicht vergessen und Grenzen rechtzeitig merken.

Die Zugfahrt mit der Westbahn fühlt sich durchwegs fein an. Abgesehen von der flotten Reisezeit (ohne U-Bahn-Reise von Floridsdorf zum Westbahnhof) ist hier unglaublich zuvorkommendes Zugpersonal zugange. Eben wurde mir ein Kaffeewunsch von einer freundlichen jungen Dame von den Augen abgelesen.

Eine kleines Mädchen einer Familie, die offenbar einen Zug versäumt hat und sich gerade niedergesetzt hat, hat mich grad zum Lachen gebracht indem sie 2 Minuten nachdem sich der Zug in Bewegung gesetzt hat laut in die Runde gefragt hat: „Sind wir schon da?“. Nachdem ich gehört habe, dass die Familia nach Kufstein fährt, wird diese Frage wohl noch etwas öfter hörbar sein. Köstlich.

Ich selbst genieße noch die Zeit im Zug, sie vergeht ohnehin wie im Flug.

Bis bald!

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JUMP THE CURB @ Eventcafe 21.10.2014

Heuer machen wir etwas früher Spielpause. Sandra weilt ab November aufgrund von Engagements außerhalb der Bundeshauptstadt und ich schmeiße mich im Jänner ein paar Wochen nach Indien. Danach legen wir in neuer Frische los und spielen am 27. Februar 2015 im Rothneusiedlerhof auf.

Bevor es aber soweit ist, könnt ihr uns noch einmal live erleben.

Am 21.10. um 20.00 Uhr im Eventcafe. Ausreden gibt es dazu keine. Es ist ein Dienstag, da ist sonst nicht viel los. Zentraler als das Eventcafe direkt neben der Oper geht auch nicht. Wir beginnen sogar schon um 20 Uhr – dh Langarbeiter können sich direkt im Anschluss von uns in den Feierabend einswingen lassen.

Wir freuen uns sehr auf euch!

JTC eventcafe__21102014

www.jumpthecurb.net

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Rekreative Pause

rekreativepause

Rekreative Pause

So schnell kann es gehen. Eine sehr liebe Freundin, die vor ein paar Jahren der Liebe wegen ausgewandert ist, hatte Sehnsucht nach dem alten Dreiergespann. Weitaus weniger enge Freunde hatten sie in ihrer neuen Heimat bereits besucht. Nur jene zwei nicht, die ihr doch sehr nahe stehen. Der regelmäßige Austausch wurde in letzter Zeit weniger. Sie hat ein neues Leben in einem neuen Land mit Kleinstkind zu meistern und wir – die beiden zurückgebliebenen – gehen stärker noch als früher gemeinsam durch unsere Leidenschaft, die Musik. (Manchmal geht die Musik auch mit uns durch, je nachdem wie man es betrachtet.) Jedenfalls kam der Moment als Frau Sax eindeutig kommunizierte, dass es jetzt dringend an der Zeit wäre einen Dreier – wie wir unsere Treffen liebevoll nennen –  zu arrangieren. Nach kürzeren Überlegungen war klar, es sollte Dänemark werden. Für sie äußerst praktisch und für uns neu.

Langfristige Termine mit Frau K. und mir zu vereinbaren kann mitunter schwierig werden. Kurzfristige sind dafür umso flotter zu meistern. (Quasi ein flotter Dreier.) Drei Tage nach der Idee, hatten wir Flüge gebucht und unsere urlaubsresistenten Männer informiert. Weitere 10 Tage später saßen wir im Flieger und sprudelten nur so über vor Freude.

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Der erste Geburtstag

erster Geburtstag

Der Körper zwingt mich in den letzten Tagen zur Ruhe und zum Innehalten. Unweigerlich beginnen dabei die Gedanken um alle Lebensbereiche zu kreisen. Der private Teil war mit einem Lächeln schnell erledigt. Die Gedanken um die Selbständigkeit dauern jedoch schon länger an.

Vorab sei gesagt, dass das Gefühl der Selbständigkeit ein unbeschreiblich Großartiges ist. Ich möchte nicht mehr tauschen. Selbst auswählen zu können, in welcher Reihenfolge ich mich heute verstärkt wichtigen Kundenprojekten oder musikalischen Vorbereitungen widme, ist wunderbar. Etwas schwieriger war bzw. ist es für mich immer noch home-office von Haushalt zu trennen. So kommt es immer noch vor, dass ich unruhig auf meinem Schreibtischsessel herumrutsche, weil der Parkettboden aufgrund verlorener Hundehaare zeitweise einem Mohairteppich gleicht. Ab und zu unterbreche ich dadurch dann die Arbeit, um dies zu beseitigen. Würde ich irgendwo in einem Büro sitzen, das sich nicht in den eigenen vier Wänden befindet, wär’s mir wurscht. So wie früher, als es meist bereits finster war, als ich die Wohnung betreten habe. Licht dämpfen und schon sieht man das Übel nicht. Allerdings passiert mir das vorwiegend nur dann, wenn die Auftragslage zähflüssig ist und nicht grad irgendwo der Hut brennt, denn dann kann ich Hundehaare sehr gut ausblenden.

Atemnot und Suppe mit Brot

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Knecht’sche Dreifaltigkeit

werbeknecht

Sie ist stets zu Diensten, hat einen unglaublich präzisen Blick für die spannenden und außergewöhnlichen Seiten einer Thematik. Spießiges bringt sie zum Gähnen. Sie ist durch und durch echt – sie ist der Werbeknecht.

Das war auch wohl schon immer so bei ihr. Lediglich die Knechtschaft ist relativ frisch. In die hat sie sich erst nach dem letzten Angestelltenverhältnis begeben. In ihrem Fall ist die Knechtschaft eine regelrechte Befreiung. Sunla Mahn als Angestellte ist, als hielte man Wildtier in einem Streichelzoo fest. Mann muss sie frei lassen, damit sie ihre Kreativität mit vollster Leidenschaft ausleben kann. Dann fühlt es sich für sie richtig an und ihre Kunden erhalten außergewöhnliche und höchst professionelle Leistungen.

Dreifaltigkeit?

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MUSIKER MÜSSEN KEIN MARKETING MACHEN

musikermarketing

Musiker müssen sich mit Marketing nicht auseinandersetzen?

So ein Schmarrn. Es sei denn ihr habt so viel Geld, dass ihr andere Menschen damit beauftragen könnt. Aber selbst dann, seid Ihr diejenigen, die das Produkt – nämlich eure Musik – transportiert. Auch wenn ihr diese Agenden lieber auslagert, dann ist zumindest ein Minimum an Mitarbeit von euch unabdingbar. Lasst euch von dem Begriff Marketing nicht abschrecken. Das meiste ist Hausverstand.

Immer wieder wundern sich Bands, wenn keine oder wenige Zuhörer bei Konzerten sind. Sie verlassen sich darauf, dass der Veranstalter des Lokals in dem sie spielen, das Konzert dementsprechend vermarktet und dass daher die Menschen in Scharen kommen. Ist aber nur in den seltensten Fällen so.

Erste Schritte – die Basics

Ich habe euch hier die einfachsten Bandmarketing-Maßnahmen zusammengefasst, die ihr als Musiker ohne besonders großen Aufwand selbst tun könnt.

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